„Das Pferd schult auch den Reiter“

500 Dressureiter wollten von Helen und Sebastian Langehanenberg lernen

Unter den mehr als 500 Gästen waren die allermeisten gewiss versierte Dressurreiter. Aber von Helen und Sebastian Langehanenberg wollten die überwiegend jungen Zuschauerinnen noch etwas lernen. „Gute Vorbilder kann man gar nicht genug haben“, sagte Wilken Treu, Zuchtleiter und Geschäftsführer des Westfälischen Pferdestammbuchs. Der Züchterverband hatte in einer Gemeinschaftsveranstaltung mit dem Pferdesportverband Westfalen unter dem Schirm der Persönlichen Mitglieder der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) am Mittwochabend (5. November) ins Westfälische Pferdezentrum in Münster-Handorf geladen. Die frischgebackene Mannschaftsweltmeisterin Helen Langehanenberg gab aus dem Sattel heraus per Headset Informationen und Tipps über die richtige Ausbildung des Dressurpferds.

Die Langehanenbergs haben sich in ihrem Dressurstall in Billerbeck der Ausbildung junger Dressurpferde von der Reitpferdeprüfung bis zum Grand Prix verschrieben. Erstmals ließen sie sich jetzt im Pferdezentrum an der Sudmühlenstraße gemeinsam bei der praktischen Arbeit zuschauen. Sebastian Langehanenberg kommentierte im Viereck stehend, wie bei der Dressurpferde-Ausbildung die natürlichen Gangarten und Talente zu nutzen sind, ohne das Pferd zu überfordern. „Ich helfe dem Pferd, dass ihm jede Lektion leicht fällt“, sagte Helen Langehanenberg aus dem Sattel und fügte hinzu: „Das Pferd schult auch den Reiter.“

Sie war mit einer sechsjährigen Stute, einem siebenjährigen Wallach und einer zehnjährigen Stute ins Westfälische Pferdezentrum gekommen, um mit den drei Dressurpferden nacheinander vor den voll besetzten Rängen die einzelnen Ausbildungsschritte zu demonstrieren. Das große Interesse erfreute die Veranstalter, war letzten Endes aber gar nicht ganz so überraschend, denn 10.000 der 60.000 Persönlichen Mitglieder der FN kommen aus Westfalen-Lippe. Darauf wies Rudolph Herzog von Croÿ, Präsident des Pferdesportverbandes Westfalen, hin und bestätigte damit einmal mehr, wo die Pferderegion Nummer eins zuhause ist.