Züchterversammlung Deutsches Reitpony

Züchterversammlung zur Diskussion aktueller Themen am 23.06.2015


Der Jahresbericht des Westfälischen Pferdestammbuchs anlässlich der Kreiszüchterversammlungen und der Delegiertenversammlung hat die Bedeutung der Rasse „Deutsches Reitpony“ für Westfalen bestätigt und zeigt zugleich, dass weiterhin der Schwerpunkt der deutschenlandweiten Reitponyzucht in Westfalen liegt. Bei vielen Versammlungen nimmt jedoch vergleichsweise die Betrachtung der Warmblutrassen traditionell einen großen Part ein, so dass die intensivsten Diskussionen über aktuelle Themen und Entwicklungen sowie über geplante Projekte der Reitponys „nur“ bei der Reitpony-Züchterversammlung im Januar jeden Jahres stattfinden.
Seit dieser letzten Januarversammlung sind unter Reitponyzüchtern sowie im Ehren- und Hauptamt neue Themen in der Diskussion, die nun in einer gesondert einberufenen Reitponyversammlung mit der interessierten Züchterschaft diskutiert werden sollen. Das Diskussionsforum findet am Dienstag, 23. Juni 2015 ab 19.00 Uhr im Pferdezentrum Münster – Handorf statt. Auf der Tagesordnung stehen Themen aus den Bereichen Gesundheit, Pony-Turnierveranstaltung, Springponyprogramm und Vermarktung. Weitere Themen können der Geschäftsstelle zur besseren Vorbereitung gerne im Vorfeld der Versammlung gerne genannt werden. Alle Züchter und Interessierte der Zucht Deutscher Reitponys sind herzlich Willkommen.

Reiter & Pferde Ausgabe Juni 2015
Westfälisches Pferdestammbuch prüft mittelfristig Ideen im Bereich Gesundheit

Ein gemeinsamer Artikel des stellvertretenden Vorsitzenden Dr. Lutz Ahlswede und des Zuchtleiters Wilken Treu in der Verbandszeitschrift „Reiter & Pferde in Westfalen“ hat sich mit den mittelfristigen Themen und Gedanken der nächsten Zuchtsaisons befasst. Ein wichtiger Bestandteil darin ist, sich zukünftig verstärkt mit der klinischen und röntgenologischen Pferdegesundheit zu befassen.

Aufgegriffen wurde diese Thematik auch vom Westfälischen Zuchtausschuss, dem gewählte Züchter der verschiedenen Pferderassen angehören. Die Aufgabe des Zuchtausschusses ist, die Leitlinien für die Zucht abzustecken, sie zu begleiten und neue Themen der Pferdezucht anzustoßen. Anschließend werden die Themen vom Hauptamt ausgearbeitet und in den Gremien, Kreis- und Züchterversammlungen zur Diskussion vorgetragen.

Konkret wurde bei der letzten Sitzung des Zuchtausschusses die Idee entwickelt, im Bereich der Deutschen Reitponys einen stärkeren Fokus als bisher auf die Gesundheitsbetrachtung zu legen. Somit wurde an das Hauptamt der Auftrag übergeben, einen konkreten Vorschlag für die Deutschen Reitponyhengste vorzubereiten, der sich auf eine Testphase für röntgenologische Untersuchungen zur Körung bezieht. In der nebenstehend angekündigten Züchterversammlung „Deutsches Reitpony“ soll ein bis dahin ausgearbeiteter Vorschlag diskutiert werden.

Ausgangspunkt für die Diskussionsveranstaltung ist folgender:
Dass sich die Röntgenbefunde im Reitponybereich ausgeweitet haben, wird von den Verbandstierärzten klar aufgezeigt. Ein recht breit angelegtes Monitoring (hier: Betrachtung von z.B. mehreren aufeinander folgenden Körjahrgängen) kann jedoch einen besseren Aufschluss über das Vorhandensein insbesondere von erblichen Befunden geben. Insofern reichen die Überlegungen bezüglich des Röntgens für Reitponys derzeit vom „reinen Pflichtröntgen für die Körung zum Zweck des Monitorings“ bis zu „Röntgen als Voraussetzung für die Teilnahme am sogenannten Westfälischen Zuchtprogramm“.

Die Wichtigkeit dieses Gesundheitsaspekts möchte das Westfälische Pferdestammbuch dadurch hervorheben, dass im Vergleich zu den bisherigen klinischen Untersuchungskosten keine Zusatzkosten für die Röntgenuntersuchung zur Ponykörung auf die Züchter/Aussteller zukommen. Denn das Westfälische Pferdestammbuch würde die Kostendifferenz tragen.

Ob sich weitere Kleinpferdezuchtverbände dieser „Monitoring-Idee“ anschließen, ist noch nicht klar. Noch gibt es keine Zusagen, teils auch begründet in dem noch nicht ausgereiften System.
Für einen ausgereiften Vorschlag bedarf es weiterer Gespräche und Diskussionsrunden, um auf der o.g. Züchterversammlung (die im weitesten Sinne vor Beginn der Trainingsphase für Junghengste stattfinden wird) einige Vorschläge inkl. eventueller Ausschlusskriterien präsentieren zu können.
Das Diskussionsergebnis der gemeinsamen Versammlung von Zuchtausschussvertretern und Reitponyzüchtern wird dann Einfluss auf die Umsetzung eines möglichen Gesundheitsprogramms haben.