Pressemitteilungen zur Rotz-Infektion sowie Herpes und Borna

Chinesische Exportbeschränkung bereits wieder aufgehoben

Mitteilung des Westfälischen Pferdestammbuchs zu den Rotz-Vorfällen (02.03.2015):

Informationen zum Export von Pferden aus Deutschland

Der Export von Pferden aus Deutschland in die Euro-Länder sowie in die USA, nach Kanada und Mexiko ist bezogen auf die Rotz-Infektion unproblematisch, es gelten keine besonderen Bestimmungen.

Mittlerweile ist auch die Ausfuhr von Pferden aus Deutschland nach China wieder möglich, lediglich eine Erweiterung der Gesundheitsangaben zum Herkunftsort wird gefordert Pferdezertifikat „Export“

Australien hingegen verhindert offenbar den Import von Pferden aus Deutschland für mindestens ein halbes Jahr. Einfuhr-Stopps gelten auch für Japan und Südamerika, dort ist für einen derzeit unbekannten Zeitraum kein Import von Pferden aus Deutschland möglich.“


Pressemitteilung der FN | 21.02.2015 | 11:23 Uhr | Susanne Hennig

Warendorf (fn-press). Endgültig Entwarnung: Die letzte Untersuchung eines Pferdes auf die Infektionskrankheit „Rotz“ ist nun ebenfalls abgeschlossen. Wie die vorangegangenen rund 70 Beprobungen in mehreren Ställen war das Ergebnis negativ. Der Pferdebetrieb in Schleswig-Holstein, in dem das Pferd lebte, ist wieder freigegeben. Dies teilte das schleswig-holsteinische Landwirtschaftsministerium mit.

Nun sind alle zwischenzeitlich wegen des Verdachts auf Rotz gesperrten Pferdebetriebe und Reitvereine wieder „offen“. Die Untersuchungen auf die Tierseuche „Rotz“ waren notwendig, da in Niedersachsen bei einem aus Schleswig-Holstein stammenden Sportpferd die Infektionskrankheit amtlich festgestellt worden war. Das betroffene Pferd musste getötet werden. Das Landwirtschaftsministerium Schleswig-Holsteins hatte daraufhin in mehreren Bundesländern weitere Ermittlungen und Untersuchungen von Pferden angeordnet, die in den letzten Jahren mit dem erkrankten Tier Kontakt hatten.

Die bakterielle Infektionskrankheit „Rotz" (Burkholderia Mallei) ist eine anzeigepflichtige Tierseuche. Sie war bis Anfang des 20. Jahrhunderts weltweit verbreitet, wurde aber in Westeuropa und Nordamerika in den fünfziger Jahren weitgehend ausgerottet. Die Krankheit kann auf Menschen übertragen werden, aber Ansteckungen waren bislang sehr selten, selbst dann, wenn die Erkrankung in der Pferdepopulation häufig auftrat.

Stellungnahme der Gesellschaft für Pferdemedizin (02.03.2015)

Aufklärung zur auftretenden Verwechslung der Krankheiten Rotz, Herpes, Borna

Aus Anlass der (wie bereits in der Vergangenheit) wiederholt aufgetretenen Infektionen mit dem Equinen Herpesvirus EHV1, auch mit Todesfolge, wird es als hilfreich angesehen, den Fragen und teilweise panikartigen Reaktionen der Pferdebesitzer sachlich argumentieren zu können.

Die angehängte Stellungnahme zu EHV1 der Autoren stammt aus dem letzten Jahr und wurde aktuell bestätigt.

http://www.g-p-m.org/gpm-geva/public/gpm/aktuell/EHV1.pdf

Darüber hinaus ist ganz besonders darauf hinzuweisen, dass jede laienhafte Verwechslung bzw. Vermischung der Krankheitsbegriffe Druse und Rotz, die möglicherweise zeitlich durch unterschiedliche Meldungen parallel kursieren, eindringlich richtig gestellt werden muss. http://www.ml.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=1810&article_id=130906&_psmand=7

http://www.schleswig-holstein.de/MELUR/DE/Service/Presse/PI/2015/0215/MELUR_150220_Rotz_Freigabe_Betrieb.html

Dies gilt in noch stärkerem Maße für die ebenfalls in diesen Zeitraum fallende Meldung über die Krankheit Borna.

http://www.g-p-m.org/gpm-geva/public/gpm/aktuell/Bornavirus.pdf

Weitere Informationen sind unter den angegebenen Links verfügbar.