Westfälisches Pferdestammbuch beteiligte sich erstmals an WEF Auktion (Wellington/USA)

Grundstein für zukünftige Teilnahme gelegt

Eingebettet in das mehrwöchige Spring-, Hunter- und Dressurturnier in Wellington (Florida/USA) avanciert die jährlich Ende Februar stattfindende „WEF Auction“ mittlerweile zu einer der erfolgreichsten, hochpreisigen Springpferde-Auktionen. Dass bei dieser Auktion ebenfalls Dressurpferde zu hervorragenden Preisen verkauft werden können, zeigte sich Mitte dieser Woche. Durch die Kontakte von Rhegan White, die für das Westfälische Pferdestammbuch schwerpunktmäßig Kundenbetreuungen im englischsprachigen Raum vornimmt, gelang eine Kooperation mit dem Auktionsveranstalter in Wellington. Das Westfälische Pferdestammbuch wurde als Partnerveranstalter integriert und konnte eigens ausgewählte Pferde entsenden – dies jedoch beschränkt auf Nachwuchspferde für den Dressursport.

Die Idee, den westfälischen Züchtern eine Markterweiterung anzubieten, war zunächst mit Skepsis versehen aufgrund hoher Vorkosten (frühzeitige Auktionsbindung, Transportkosten, Export, Auktionsvorbereitung in Wellington) sowie des ungewissen Marktgeschehens für Dressurpferde am eigentlichen Springpferdeauktionsplatz in Wellington. Schließlich unterstützte Dr. Kerstin Klieber mit einer fünfjährigen Stute v. Fürst Rosseau und einem vierjährigen Wallach von Jazz das neue Projekt und konnte nun mit guten Auktionserlösen glänzen. Es bestand reges Interesse an beiden Auktionskandidaten. Für die Stute Fürstin Vera zahlte eine in Wellington ansässige Interessentin 75.000 $, für JJ Jaguar investierte eine Kunde aus Nashville 85.000 $.

Grund zur Freude gibt die Äußerung des Auktionsveranstalters in Wellington, der im Anschluss an die Auktion dem Westfälischen Pferdestammbuch auch für die Zukunft ein Auktionskontingent zugesagt hat. Somit wurde eine ergänzende, internationale Marktplattform für den Pferdeverkauf erschlossen, die sich für den Dressurpferdeverkauf trotz anfänglicher Bedenken als offensichtlich wertvoll herausgestellt hat. Auch wenn der Aufwand und die finanzielle Vorleistung hier deutlich höher liegen als beim Auktionsplatz Münster-Handorf, lohnt sich das Gesamtpaket. Nach dem diesjährigen Einstand ist ab 2016 das Ziel, das westfälische Kontingent in Wellington ausschließlich mit westfälischen Pferden zu besetzen – die Referenzen dafür wurden geliefert.