Delegiertenversammlung 2017 - „Das W wird bleiben“

Anpassung der Satzung, Wahlen der Bewertungskommissionen, Wahl eines Ehrenmitgliedes

 

Münster – Das Westfälische Pferdestammbuch hat die Satzungsvoraussetzungen geschaffen, um seine Tätigkeit in ganz Nordrhein-Westfalen zu verdeutlichen. Das hat die Delegiertenversammlung des Zuchtverbandes mit 7.700 Mitgliedern am Mittwochabend, 12. April, im Westfälischen Pferdezentrum in Münster nach einer gründlichen Debatte während der vergangenen Wochen einstimmig beschlossen.

Entsprechende Überlegungen waren angestellt geworden, nachdem das Rheinische Pferdestammbuch die Abteilung A (Reitpferde) mit dem Hannoveraner Verband fusioniert hatte. Am Ende habe es auch eine rheinische Absage für ein Zusammengehen mit den Westfalen bei der Abteilung B (Reitponys, Kleinpferde, Kaltblüter) gegeben. „Dies habe zu einer neuen Wettbewerbssituation geführt“, sagte Ralf Johanshon, Vorsitzender des Westfälischen Pferdestammbuchs.

Das Westfälische Pferdestammbuch wird aber weder die etablierte Marke „Westfalenpferd“ noch seinen Namen aufgeben. „Das W wird bleiben“, so Johanshon. Auch werde es keinen neuen „NRW-Verband“ geben. Vielmehr richte das Westfälische Pferdestammbuch seinen Fokus weiterhin auf die Optimierung der Tätigkeiten und Dienstleistungen für die Züchter aus, die sich ihm anschließen. Neben der regionalen Identität gehe es aber vor allem um die ortsnahe Betreuung und die positiven wirtschaftlichen Auswirkungen für die Pferdezüchter.

Daneben beschloss die Versammlung einstimmig eine Vielzahl an Satzungsänderungen, die u.a. die in den Verbandsorganen gelebte Strukturen und Arbeitsweisen klarstellen.

Dr. Klaus Strautmann aus Telgte und Egbert Bispinghoff aus Werne wurden nach Ablauf ihrer Amtszeit aus dem insgesamt sechsköpfigen Vorstand ebenso einstimmig wiedergewählt. Gleiches galt für die Wahl sämtlicher Bewertungskommissionen des Verbands.

Ein fester Bestandteil der Delegiertenversammlung sind die Ehrungen zum Züchter des Jahres in verschiedenen Kategorien geworden. Zum Züchter des Jahres 2016 geehrt wurden Ralf Blüggel aus Hamm (Reitpferde), Georg Tenkleve aus Vreden (Reitpony), die Zuchtgemeinschaft Siegfried und Alexander Biegel aus Harsewinkel (Kaltblut) und Mathieu Beckmann aus Wettringen (Hengstaufzüchter). Eine Würdigung ihrer Erfolge wird in der Verbandszeitschrift Reiter&Pferde in Westfalen vorgenommen.

Nachdem das Westfälische Pferdestammbuch seit zwei Jahren kein Ehrenmitglied mehr in seinen Reihen zählt, hat sich der Vorstand entschlossen, wieder ein besonders verdientes Mitglied in diesen Status zu erheben. So wählten die Delegierten zum Ende seiner äußerst engagierten und langjährigen ehrenamtlichen Tätigkeit für das Westfälische Pferdestammbuch Herrn Ludger Schulze Tomberge zum Ehrenmitglied.

 

 

Das Pferdestammbuch meldete zudem positive Zahlen und ist nicht nur wirtschaftlich auf solidem Wachstumskurs. Ende 2016 zählte der Verband (gegenüber dem Vorjahr) 7.709 (7.568) Mitglieder, 8.362 (8.326) Stuten und registrierte 4.210 (3.899) Fohlen.