Feldprüfung der Kaltblüter

Kaltblüter begeistern in Warendorf
Feldprüfung der Kaltblüter

Am vergangenen Samstag fand mit der Feldprüfung der Kaltblüter ein kleines Jahreshighlight für Rasse- und Fahrsportinteressierte statt. Zahlreiche Zuschauer waren angereist, um die Kaltbluthengste und -stuten bei ihrer Leistungsprüfung zu erleben. Der Paradeplatz des Nordrhein-Westfälischen Landgestüts bot wie jedes Jahr eine tolle Kulisse für die gut besuchte Veranstaltung. Das Nennungsergebnis fiel insbesondere bei den Hengsten so hoch aus wie lange nicht mehr - insgesamt zwölf Hengste und sieben Stuten trugen sich in die Staterliste ein. Nach kurzfristigen Ausfällen absolvierten final zehn Hengste und sieben Stuten ihre Prüfung inklusive Fahraufgabe mit anschließendem Fremdfahrertest, das Schwachholzziehen und den schweren Zug über vorgegebener Strecke.
Die Hengstleistungsprüfung am Vormittag war von überragender Qualität geprägt – ein Gesamtnotendurchschnitt von 8,44 spricht für sich. Als Prüfungssieger setzte sich der dreijährige Landbeschäler Edelmann v. Ehrenberg/Edzard (Z.: Johannes Huber, Mansfeld; A.: Landgestüt NRW, Warendorf) durch. Er erreichte eine herausragende Gesamtnote von 9,40. Für seine Fahranlage erhielt er vom Fremdfahrer Ulrich Müller die Traumnote 10,0. Auch das Richterteam um Karl-Heinz Wiemer und Elimar Thunert war begeistert: Gleich achtmal wurde in den verschiedenen Merkmalsblöcken die Note 9,5 vergeben.
Knapp dahinter rangierte sich der vierjährige Capitol v. Clarant II/Peet van het Vogelfort (Z.: Michael Dinkheller, Lüdinghausen; A.: Landgestüt NRW, Warendorf) mit einer Endnote von 9,03 ein. Auch er erhielt einmal die Höchstnote 10,0 für sein Verhalten und seine Umgänglichkeit beim Anspannen im Prüfungsteil Schwachholzziehen. Den Bronzerang sicherte sich Nyro v. Nordstern/Elton von Soehre (Z.: Amy Fuchs, Bad Berleburg; A.: ZG Nehnes, Goch) mit der hervorragenden Endnote von 9,01.
Fünf Rheinisch-Deutsche Kaltblutstuten sowie zwei Schwarzwälder Kaltblutstuten stellten sich am Nachmittag ihrer Stutenleistungsprüfung. Den Sieg sicherte sich die erst dreijährige Stute Fanny v. Fantus/Edwin (Z.: Franz Boes, Goch; A.: Andre Lammers, Isselburg) mit der Gesamtnote von 9,39. Gleich zweimal wurde für ihre Leistung die begehrte Maximalnote 10,0 vergeben - einmal beim Schwachholzziehen für ihre Nervenstärke und einmal für ihre Fahranlage im Fremdfahrertest.
Die gewichtete Endnote von 9,13 bedeutete den zweiten Platz in der starken Konkurrenz und ging an die Stute Enzilein v. Enzio/Hartmut (Z.: ZG Fuchs, Bad Berleburg; A.: Matthias Tünte, Sassenberg). Rang drei ging an Ilaila v. Rubiniero/Federsee, die eine Gesamtnote von 8,54 erreichte. Gezüchtet wurde die Schwarzwälder Kaltblutstute von Hannes Buderer aus Freiamt. Stolzer Aussteller war Jaap Verwolf aus Lelystad.
Die zuständigen Richter Karl-Heinz Wiemer und Elimar Thunert zeigten sich sehr zufrieden mit den erbrachten Leistungen und dem reibungslosen Ablauf der Prüfung. Fremdfahrer Ulrich Müller aus Celle erläuterte seine Eindrücke wie gewohnt ausführlich und nachvollziehbar. Zudem nutzte er immer wieder die Gelegenheit, dem interessierten Publikum die verschiedenen Prüfungsteile zu erklären. Ein großes Dankeschön gilt im Besonderen allen Ausstellern und Ausbildern der Kaltblüter, dem gesamten Team des Nordrhein-Westfälischen Landgestüts für die Austragung und dem NRW-Kaltblutverein für die Unterstützung am Prüfungstag.

Das Gesamtergebnis ist hier zu finden.