Münster: Rund 70 Reitpferde und sechs Youngster standen am Westfälischen Pferdestammbuch am heutigen Nachmittag zum Verkauf. Zum Spitzenpreis der Auktion avancierte Zauberfee mit einem Zuschlagspreis von 165.000 Euro. Insgesamt wechselten 80 Prozent der angebotenen Reitpferde und Youngster den Besitzer. Die internationale Kundschaft investierte durchschnittlich 40.076 Euro in die verkauften Reitpferde. Vier der Dressurpferde knackten die 100.000 Euro-Marke.
Nach dem erfolgreichen Oktoberfest mit Fohlen-Auktion am gestrigen Abend ging es am Westfälischen Pferdestammbuch heute mit der traditionellen Herbst-Auktion weiter. Ab 14 Uhr standen rund 40 Dressur- und 20 Springpferde sowie sechs ungerittene Youngster zum Verkauf.
Den Auftakt der Auktion machte mit der Kopfnummer 1 erstmalig kein Reitpferd, sondern ein Kalb. Für einen guten Zweck zugunsten des Kinderhospiz Balthasar wurde July für 8.000 Euro zugeschlagen.
Bereits in der von Mittwoch bis Samstag laufenden PreBidding Phase kristallisierte sich heraus, dass besonders die Kopfnummern 2 und 4 hoch in der Gunst der internationalen Kundschaft standen. Zum Spitzenpreis dieser Auktion avancierte die Kopfnummer 4 (Z.: Markus Schulze-Finkenbrink, Münster; Ausst.: Matthieu Beckmann, Wettringen). Die bildhübsche Staatsprämienstute war im vergangene Jahr Siegerstute der Westfälischen Elite-Schau gewesen. Sie trägt den bezeichnenden Namen Zauberfee und verzauberte das Publikum von Anfang an. In diesem Jahr wurde die Tochter des Zanetti/Florenciano Vize-Westalenchampionesse im Rahmen der Westfalen-Woche. Die Stute, die in enger Verwandtschaft zu dem Westfalen-Champion der dreijährigen Hengste Zacolar steht, wurde in dieser Auktion für 165.00 Euro verkauft.
Nicht minder beliebt war eine weitere beeindruckende Stute. Mit der Kopfnummer 2 betrat Spotlight als erstes Reitpferd die Auktionshalle an diesem Nachmittag. Im Spotlight stand diese Tochter des Secret/Fürst Romancier (Z.: Laura Brandenburg, Barnstorf; Ausst.: Moormann-Hanke GbR, Wettrup) in diesem Jahr schon des Öfteren. Unter dem Sattel von Sina Aringer avancierte die Braune im Sommer zur Oldenburger Landeschampionesse, bevor sie sich auf dem Bundeschampionat in Warendorf den Bronzerang im Reitpferdechampionat sicherte. Am heutige Tag wechselte sie für 157.000 Euro den Besitzer. Zwei weitere Dressurpferde knackten die magische 100.000 Euro-Marke. Die Kopfnummer 13 Sixpack v. Secret/Sir Donnerhall (Z.: Mathias Schulze, Hankensbüttel; Ausst.: Moormann-Hanke GbR, Wettrup) wurde für 120.000 Euro nach Österreich zugeschlagen. Zum Zuschlagspreis von glatten 100.000 Euro verbleibt die Kopfnummer 7 Scara Bella v. Santos/Biasini (Z.: Jens Schneider, Rosendahl; Ausst.: Sportpferde Beckmann GmbH & Co. KG, Wettringen) in Deutschland.
Insgesamt wechselten 83 Prozent der angebotenen Dressurpferde für durchschnittlich 48.183 Euro den Besitzer.
Das erste Springpferd im Ring weckte sogleich die höchsten Begehrlichkeiten. Die Kopfnummer 51 Finesse v. For Treasure VDL/Cornet Obolensky (Z.: Heinrich Ramsbrock, Menslage; Ausst.: SPR Horses GmbH & Co. KG, Menslage) begeisterte mit herausragender Springqualität. Die Schimmelstute brachte im vergangenen Jahr bereits ein Hengstfohle von Conthargos. Nun bereit in die kommende Turniersaison zu starten investierten Kunden, die am Telefon an der Auktion teilnahmen, 37.500 Euro.
Sechs zweijährige Junghengste komplettierten das Lot dieser Herbst-Auktion. Fünf dieser konnten verkauft werden. Den Spitzenpreis von 21.000 Euro erreichte Glamorous Boy (Z. u. Ausst.: Frank Dahlhoff, Lippetal). Der Sohn des amtierenden Doppelweltmeisters Glamourdale wurde aus der St.Pr.St. Daily Jane v. Dream Boy gezogen. Als Hengstanwärter verbleibt er in Deutschland.
Insgesamt wechselten an diesem Tag 80 Prozent der Auktionskandidaten den Besitzer. Die verkauften Reitpferde kosteten durchschnittlich 40.076 Euro. Vierzehn der verkauften Pferde werden zukünftig außerhalb von Deutschland beheimatet sein. Zusammen mit der gestrigen Fohlen-Auktion erzielte das Westfälische Pferdestammbuch einen Gesamtumsatz von rund 2,2 Millionen Euro.
