Münster: Rund 30 Hoffnungsträger des Jahrgangs 2026 standen am heutigen Abend am Westfälischen Pferdestammbuch zum Verkauf. In Kombination mit einem Westfälischen Oktoberfest feierten die Zuschauer den westfälischen Nachwuchs. 84 Prozent der angebotenen Fohlen fanden einen neuen Besitzer. In die 22 verkauften Reitpferdefohlen investierte das fachkundige Publikum durchschnittlich 11.670 Euro Besitzer. Zur Preisspitze avancierte der Fürstenball/Vitalis-Sohn Fürst Florent, der für 40.000 Euro zugeschlagen wurde.
Eine Fohlen-Auktion wie man sie in hier noch nicht erlebt hatte fand am heutigen Abend am Westfälischen Pferdestammbuch statt. Sagt man den Westfalen sonst eher eine ruhigere Stimmung nach, zeigte sich heute im Westfälischen Pferdezentrum eindrucksvoll, wie es auch anders geht. In Zeiten der Online-Auktionen und der Live-Übertragungen durch das Internet ist es etwas Besonderes Hallen zu füllen und Leute live zum Fohlenkauf zusammen zu bringen. Mit einem stimmungsvollen Format im Oktoberfeststil ist dies am heutigen Tag in Münster-Handorf mehr als gelungen. Über 400 Besucher waren in trachten erschienen um die jüngsten Westfalen gebührend zu feiern!
In Blöcken wurden die Fohlen zwischen Musikeinlagen der Live-Band Allgäusterne versteigert. Den Auftakt des zweiten Blocks machte die Kopfnummer 109 Fürst Florent (Z. u. Ausst.: Sonja Veerkamp-Rabbermann, Vlotho). Der Sohn des legendären Fürstenball wurde aus der Vollschwester der Inter II erfolgreichen Valleyfair gezogen. Seine Mutter Ventura v. Vitalis brachte bereits 2024 einen auf der Westfalen-Woche erfolgreich verkauften Sohn des Glamourdale. Ein spannendes Bietduell entfachte der bildhübsche Braune in der stimmungsvollen Auktionshalle. Lange dauerte es, bis Auktionator Thomas Münch den finalen Zuschlag erteilen konnte. Am Ende fiel der Hammer bei 40.000 Euro auf das „Auktionatorenpult“, welches an diesem Abend stilgerecht aus einem Baumstumpf gestaltet war.
Nach der Eröffnung des Abends mit einem traditionellen Faßanstich begann die Fohlen-Auktion mit der Kopfnummer 101. Die Mutter des Fohlens sorgte in Westfalen schon mehrfach für Furore. Sie ist keine geringere als die Leistungsstute Diamond Girl v. Diamond Hit, die unter dem Sattel von Nadine Capellmann in Dressurprüfungen bis zur schweren Klasse hocherfolgreich war. Mit ihrem Sohn San Maxime v. San to Alati begeisterte die beeindruckende Fuchsstute auf der Fohlen-Auktion im Rahmen der Dressur Europameisterschaften in Riesenbeck 2023. Hier wurde das Hengstfohlen zum Spitzenpreis von Thomas Münch zugeschlagen. Gainsborough heißt ihr 2026 geborener Sohn von Glamdale I WP (Z. u. Ausst.: Britta Heinen, Issum). Er weckte bereits im PreBidding die Aufmerksamkeit mehrere Bietparteien. Den finalen Zuschlag erhielten Kunden vor Ort für 31.000 Euro.
Vier Reitponyfohlen ergänzten das qualitativ hochwertige Lot der Reitpferdefohlen. Alle fanden an diesem Abend einen neuen Besitzer. Mit einem Zuschlagspreis von 10.000 Euro war das letzte Ponyfohlen des Lots besonders beliebt. New Rules v. FS Numero Uno NRW/Dating AT NRW (Z. u. Ausst.: Wilhelm Leuermann, Saerbeck) entspring dem Mutterstamm des Europameisters Daily Pleasure WE. Die Mutter des Hengstfohlens war ein Reservesiegerin der Elite-Schau in Münster-Handorf.
Im Gesamtergebnis wechselten an diesem Abend 26 Fohlen zum Durchschnittspreis von 10.798 Euro den Besitzer. Hierbei investierte die Kundschaft vor Ort und zu Hause an den Bildschirmen durchschnittlich 11.670 Euro in die verkauften Reitpferdefohlen. Mit dem Ergebnis dieser letzten OnLive Fohlen-Auktion des Jahres konnten bisher in 2026 insgesamt rund 500 Fohlen zum Durchschnittspreis von rund 11.000 Euro am Westfälischen Pferdestammbuch vermarktet werden. Damit konnte die Verkaufszahl des Vorjahres überboten und der Durchschnittspreis über das Jahr gehalten werden.
