Westfalens Springfohlen beliebt in Münster-Handorf - Nachwuchstalente aus top Mutterstämmen gefragt

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Münster: 70 springbetonte Fohlen standen in der großen Fohlen-Auktion des Westfälischen Pferdestammbuchs am heutigen Abend zum Verkauf. 80 Prozent dieser fanden zum Durchschnittspreis von 8.447 Euro einen neuen Besitzer. Besonders beliebt waren die Kopfnummern 121 Giga Clooney und 149 Ermitage Enya, die beide für 17.000 Euro zugeschlagen wurden.

Die wohl größte Fohlen-Auktion Deutschlands findet am Westfälischen Pferdestammbuch alljährlich zur Westfalen-Woche in Münster-Handorf statt. Im ersten Teil standen am heutigen Abend 70 springbetonte Nachwuchstalente zum Verkauf. Abstammend von erfolgreichen Hengsten angepaart an geprüfte Mutterstämme, weckten die Jünglinge großes Interesse bei der internationalen Kundschaft. 

Besonders beliebt waren gleich zwei Fohlen. Sowohl ein Hengst- als auch ein Stutfohlen kosteten 17.000 Euro. Gleich zum Auftakt der Auktion gegeisterte die Nummer 1 im Springlager. Mit dem Namen Giga Clooney kann man die Abstammung des Schimmelhengstes bereits erahnen. Er ist ein Sohn des Warendorfer Landbeschälers Gigabyte. Der Prämienhengst der Westfälischen Hauptkörung ist aktuell dem Alter entsprechend in Springpferdeprüfungen der Klasse M siegreich. Die Großmutter des Auktionskandidaten mit der Nummer 121 ist keine geringere als Fräulein vom Moor. Die Ferragamo Tochter, die wie ihr Enkel, im Stall von Bernd Richter, Ladgbergen, beheimatet ist, ist keine geringere als die direkte Mutter des Europameisters Clooney. Treue Stammkunden des Westfälischen Pferdestammbuchs erhielten am Ende den Zuschlag für diese Nachwuchshoffnung. Er teilt sich den Spitzenplatz in diesem Auktionslot mit Ermitage Enya. Die Tochter des Ermitage Kalone/Emerald van het Ruytershof (Z. u. Ausst.: Sarah Erkelenz, Habichtswald) entspringt dem Mutterstamm zahlreicher Erfolgspferde. Die in international 1,60 m Springprüfungen erfolgreichen Hengste C-Trenton Z oder Contact v.d. Heffinck sind beispielsweise ebenfalls Vertreter dieses Holsteiner Stammes 18A2. Kunden aus China hatten hier den längsten Atem und dürfen sich über den Zuschlag der Fuchsstute freuen.

Mit der Kopfnummer 131 stand eine ganz besondere Offerte zum Verkauf. Ein Embryo von United Touch, der im internationalen Springsport aktuell unter dem Sattel von Richard Vogel das Maß der Dinge ist. Die direkte vierte Mutter des bereits in eine Trägerstute eingepflanzten Embryos, ist keine geringere als Sapphire. Die Darco-Tochter gewann mit McLain Ward im Sattel die Team Goldmedaille auf den Olympischen Spielen in Athen 2004. Zum Zuschlagspreis von 9.500 Euro darf sich ein Stammkunde auf ein Fohlen im Jahr 2027 freuen.

Zwei Ponyfohlen komplettierten das Lot dieser Auktion. Beiden wurden erfolgreich an neue Besitzer vermittelt. Besonderer Beliebtheit erfreute sich die Kopfnummer 144 Django BR v. Del Piero/Captain Collin. Nachwuchspferde von Nachwuchszüchtern für Nachwuchsreiter war hier das Motto. Ben Ridder war mit seinem Ponyhengstfohlen der jüngste Aussteller auf dieser Auktion. Für 6.000 Euro wechselte der typvolle Schimmel in die Hände einer Nachwuchsreiterin in Westfalen.

„Mit dem Ausgang der Auktion sind wir sehr zufrieden“, resümiert Auktions- und Vermarktungsleiter Thomas Münch. Von den 70 zur Auktion angebotenen Offerten wurden 57 erfolgreich verkauft. Mit dieser Auktion erzielte das Westfälische Pferdestammbuch einen Gesamtumsatz von 481.500 Euro. Bereits am morgigen Samstag geht es mit der Auktion der knapp 120 Dressurfohlen ab 15 Uhr weiter.